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ANALYSE: FINCH
Aus der genehmigten Baumasse werden in Minuten regelkonforme Grundrissvarianten — direkt exportierbar nach Revit
Schematisches Entwerfen im Wohnungsbau dauert heute zwei bis drei Tage — pro Variante. Wer fünf Grundrissvarianten zeigen will, plant eine Woche dafür ein. Dabei ist die eigentliche Entscheidung in den meisten Fällen innerhalb von Minuten klar: Flächenbilanz stimmt oder nicht, Belichtung passt oder nicht, Anforderungen an Barrierefreiheit [behindertengerechte Zugänglichkeit von Gebäuden] sind erfüllt oder nicht.
Genau diesen Engpass adressiert Finch (finch3d.com) — eine KI-native Entwurfsplattform aus Malmö, Schweden. Gegründet 2020 von den Architekten Pamela Nunez Wallgren, Jesper Wallgren und dem Softwareentwickler Martin Kretz, ursprünglich aus dem Bedarf der eigenen Planungspraxis heraus.
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So funktioniert Finch
Das System nimmt das Gebäudevolumen — die genehmigte Baumasse — entgegen und befüllt es automatisch mit Grundrissen aus der eigenen Plan-Bibliothek des Büros. Gleichzeitig werden lokale Bauvorschriften, Barrierefreiheitsregeln, Flächenvorgaben und Belichtungsanforderungen berücksichtigt.
Das Ergebnis sind mehrere regelkonforme Varianten auf einmal — keine generischen KI-Grundrisse, sondern solche, die dem eigenen Qualitätsstandard des Büros entsprechen, weil das System aus den eigenen Bestandsplänen lernt.
Der integrierte KI-Agent [autonomes KI-Programm, das selbstständig Aufgaben ausführt] namens „Archie" übernimmt anschließend die repetitive Präzisionsarbeit: korrekte Türpositionen, Compliance-Checks [Regelkonformitätsprüfungen] und konsistente Aktualisierungen über alle verknüpften Einheiten hinweg.
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Von der Machbarkeit bis zur Revit-Übergabe
Finch deckt den Entwurfsprozess von der frühen Machbarkeitsanalyse [Prüfung, ob ein Vorhaben realisierbar ist] bis zum schematischen Entwurf mit LOD [Level of Detail — Detaillierungsgrad im BIM] 300 ab. Am Ende exportiert die Plattform ein vollständiges BIM-Modell [Building Information Modeling — digitales Gebäudemodell mit verknüpften Daten] direkt in die bestehenden Werkzeuge: Revit [BIM-Software von Autodesk], Rhino [3D-Modellierungssoftware], Grasshopper [parametrisches Entwurfs-Plugin für Rhino] und Archicad sind alle unterstützt. Kein manuelles Neuzeichnen, keine Datenverluste.
Tom Kyle, Associate Partner beim britischen Büro Sheppard Robson: Mehrere Iterationen entstehen in der Zeit, die früher für eine einzige benötigt wurde. Laut einer Fachübersicht zu KI im Architekturentwurf 2026 (illustrarch.com, April 2026) komprimiert Finch zwei bis drei Tage manuellen Schemaentwurfs auf Minuten KI-Generierung mit anschließender Architektenentscheidung.
Ein Vorbehalt, den man kennen sollte
Die KI-gestützte Grundrissgenerierung ist auf dem Einstiegsplan auf Mehrfamilien-Wohnbau beschränkt — Gewerbe, Büro oder gemischte Nutzungen werden erst auf Enterprise-Ebene vollständig unterstützt. Wer ein Planungsbüro mit breitem Projekttypenmix führt, wird für Gewerbeprojekte vorerst konventionell entwerfen. Das ist ein klarer Fokus — aber er sollte vor dem Einstieg bekannt sein. (Quelle: illustrarch.com, April 2026)
Haben Sie Finch bereits im Einsatz oder planen einen Test? Schreiben Sie es in die Kommentare auf LinkedIn oder unter diesem Beitrag — ich freue mich, Ihre Erfahrungen in einer der nächsten Ausgaben aufzugreifen.
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HANDLUNGSEMPFEHLUNG
Was Sie jetzt konkret tun können:
Free Plan testen (dauerhaft kostenlos): Einzelnutzer-Zugang mit allen Editiertools und Echtzeit-Performance-Metriken — kein Zeitlimit, keine Kreditkarte erforderlich. Account anlegen unter finch3d.com/get-started.
Erster konkreter Schritt: Laden Sie einen bestehenden Grundriss als DWG [Drawing — CAD-Dateiformat], PDF oder JPG hoch. Finch baut daraus Ihre erste Plan-Bibliothek — das System übernimmt die Einrichtung.
Für Teams ab 3 Personen: Die Enterprise-Variante mit vollständiger KI-Generierung, firmeneigener Plan-Bibliothek und BIM-Export ist über eine Demo anfragbar — ebenfalls unter finch3d.com/get-started.
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Haben Sie Erfahrungen mit diesem oder ähnlichen Tools? Schreiben Sie es in die Kommentare — ich lese jeden Beitrag und greife interessante Praxisberichte in einer der nächsten Ausgaben auf.
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