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ANALYSE: CAALA
Grund für die Nachlässigkeit ist oft schlicht der Zeitpunkt: Die Ökobilanz (Life Cycle Assessment, LCA) wird meist erst kurz vor der Zertifizierung erstellt – wenn Grundriss, Tragwerk und Materialwahl längst feststehen. Genau dann sind die günstigsten Hebel (Massivbau vs. Holzhybrid, Dämmstoffwahl, Konstruktionstiefe) aber bereits verbaut. Gleichzeitig wird die Ökobilanz für Förderungen relevanter: Das Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude (QNG) verlangt eine vollständige LCA nach DIN EN 15978 – ohne sie keine Förderfähigkeit.
Das Münchner Unternehmen CAALA bietet dafür ein CAD-Plug-in (Revit, ArchiCAD), das CO2-Emissionen, Energiebedarf und Lebenszykluskosten in Echtzeit während des Entwurfs berechnet – nicht erst am Ende. Planer sehen direkt, wie sich eine Konstruktionsänderung auf die Ökobilanz auswirkt, und können Varianten (z. B. Massivbau gegen Holz-Hybrid) noch vergleichen, während am Entwurf tatsächlich etwas zu ändern ist. Die Software ist zudem für den QNG-Bilanzierungsprozess vom BBSR anerkannt.
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Auf einen Blick
✓ Echtzeit-Feedback zu CO2, Energie und Lebenszykluskosten direkt im CAD-Modell
✓ Variantenvergleich schon in der Entwurfsphase, nicht erst zur Zertifizierung
✓ Für QNG-Bilanzierung anerkannt (BBSR-Rechenwert-Tabelle)
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Kurz erklärt: Ökobilanz / LCA
Eine Ökobilanz (Life Cycle Assessment, LCA) rechnet aus, wie viel CO2 und Energie ein Gebäude über seinen gesamten Lebenszyklus verursacht – von der Herstellung der Baustoffe über 50 Jahre Betrieb bis zum Rückbau. Der Teil, der bei der Planung am leichtesten übersehen wird, sind die "grauen Emissionen": CO2, das schon bei Herstellung und Transport der Baustoffe entsteht, bevor das Gebäude überhaupt steht.
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Nicht unumstritten: Für CAALA sind aktuell keine unabhängigen Nutzerbewertungen auf Capterra oder G2 auffindbar – die Erfahrungsbasis außerhalb der Referenzprojekte des Anbieters selbst ist damit dünn. Wichtiger: Das Tool liefert belastbare Richtwerte für die Entwurfsphase, ersetzt aber nicht die formale, zertifizierte Ökobilanz nach DIN EN 15978, die für die tatsächliche QNG-Förderzusage nötig ist – eine unabhängige Prüfung bleibt zusätzlich Pflicht.
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Handlungsempfehlung
Bei jedem Neubauprojekt, für das eine QNG-Förderung infrage kommt: Vor Abschluss der Entwurfsplanung klären, ob eine CAD-integrierte LCA-Vorprüfung sinnvoll ist – die günstigsten CO2-Hebel liegen genau in dieser Phase, nicht danach.
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→ CAALA Software ansehen
Haben Sie Erfahrungen mit diesem oder ähnlichen Tools? Schreiben Sie es in die Kommentare – ich lese jeden Beitrag und greife interessante Praxisberichte in einer der nächsten Ausgaben auf.
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