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Analyse: oculai
Genau hier setzt oculai an, ein 2021 gegründetes ConTech-Startup aus München. Plug-and-Play-Kameras werden am Kranturm montiert (oder ersatzweise auf einem Container oder Nachbardach), automatisch an den Terminplan gekoppelt und liefern von dort per Computer Vision einen laufenden Soll-Ist-Abgleich des Baufortschritts. Bautagesberichte schreibt die KI mit – ohne dass jemand vor Ort etwas dafür tun muss.
Was die Kamera tatsächlich sieht
Aus der Vogelperspektive erkennt die KI einzelne Bauprozesse, ordnet sie dem hinterlegten Terminplan zu und protokolliert Unterbrechungen automatisch als kurze Videoclips. Projektsteuerung und Bauleitung greifen über ein Dashboard darauf zu – statt eines mehrstündigen Rundgangs genügen wenige Klicks, um Abweichungen vom Plan zu erkennen.
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oculai-Projekte laut Anbieter (Stand August 2026):
• 18 % schneller fertiggestellt als der Branchendurchschnitt
• Tatsächlicher Fertigstellungstermin dreimal früher bekannt
• 16 Stunden mehr Kapazität pro Monat für Bauleiter:innen
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Kurz erklärt: Computer Vision
Computer Vision [maschinelles Sehen] bedeutet, dass ein KI-System auf Kamerabildern nicht nur Pixel erkennt, sondern versteht, was darauf passiert – ähnlich wie ein erfahrener Polier auf einen Blick sieht, ob gerade geschalt, bewehrt oder betoniert wird. Der Unterschied: Die Software tut das rund um die Uhr, für jeden Bauabschnitt gleichzeitig, und vergisst nichts, was sie einmal gesehen hat.
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Aus der Praxis
Ein Berliner Großprojekt mit rund 1.300 Wohneinheiten (Havelufer Quartier) hat oculai im Rohbau eingesetzt: Die Kameras am Kranturm lieferten Live-Streams, aus denen die KI Fortschritt, Aufwandswerte und Störungen extrahierte. Laut Projektleitung hinterließ die Transparenz bei allen Beteiligten einen deutlich positiven Eindruck – inzwischen zählen unter anderem HOCHTIEF, Implenia und Vinci zu den Referenzkunden.
Ein Vorbehalt: oculai wird nach eigenen Angaben überwiegend auf Rohbau- und Infrastrukturprojekten eingesetzt. Die Kameraperspektive vom Kranturm erfasst den Baukörper von außen – für den Innenausbau (Trockenbau, Elektro, Sanitär, Fliesen) liefert das System keine direkte Abdeckung. Wer den kompletten Bauablauf inklusive Ausbauphase im Blick behalten will, braucht dafür weiterhin die bestehende Dokumentation der einzelnen Gewerke.
Ein Berliner Rohbauprojekt mit HOCHTIEF-Beteiligung nutzt das System seit rund einem Jahr im laufenden Betrieb – erste Erfahrungen daraus greifen wir in einer der nächsten Ausgaben auf.
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Handlungsempfehlung
Läuft bei Ihnen aktuell ein Rohbauprojekt mit Kran und eigener Bauleitung vor Ort? Dann lohnt ein unverbindliches Gespräch mit oculai – die Kameras sind laut Anbieter innerhalb weniger Minuten startklar, Montagekosten fallen bei Selbstmontage nicht an.
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» Gespräch mit oculai vereinbaren
Haben Sie Erfahrungen mit diesem oder ähnlichen Tools? Schreiben Sie es in die Kommentare – ich lese jeden Beitrag und greife interessante Praxisberichte in einer der nächsten Ausgaben auf.
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