|
ANALYSE: AUTARC
Eine raumweise Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 [Norm zur Ermittlung der benötigten Heizleistung je Raum] dauert klassisch 3 bis 6 Stunden pro Gebäude – U-Werte [Wärmedurchgangskoeffizienten] erfassen, Räume aufmaßen, Lüftungsverluste rechnen. Gleichzeitig ist genau diese Berechnung Pflicht, sobald Fördermittel im Spiel sind: Ohne DIN-konformen Nachweis gibt es weder den KfW-Zuschuss 458 für den Heizungstausch noch Mittel aus der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG). Für Bauträger, Bestandshalter und Planungsbüros heißt das in der Praxis: Die Pflichtberechnung ist der Flaschenhals jeder Wärmepumpen-Sanierung – ausgelastete SHK-Betriebe [Sanitär, Heizung, Klima] und Energieberater lassen Projekte Wochen warten.
Die autarc GmbH aus Berlin, gegründet 2023, greift genau diesen Engpass an. Der Ablauf: Gebäudedaten wie Postleitzahl, Baujahr und Heizsystem eingeben, zentrale U-Werte festlegen, dann die Räume erfassen – wahlweise manuell im Grundriss-Editor oder per LiDAR-Scan [Laser-Raumvermessung per iPhone/iPad Pro], der einen Raum in rund 30 Sekunden dreidimensional aufnimmt. Die KI liest die Raumgeometrie aus, erkennt vorhandene Heizkörper automatisch und berechnet die Heizlast raumweise nach DIN EN 12831. Am Ende steht ein normgerechter, förderfähiger Report – laut Anbieter in circa 15 bis 20 Minuten. Der hydraulische Abgleich nach Verfahren B und die KfW-458-Unterlagen kommen aus demselben System.
|
autarc in Zahlen
• Heizlast nach DIN EN 12831: ca. 15–20 Minuten statt 3–6 Stunden
• Raumerfassung per LiDAR-Scan: rund 30 Sekunden pro Raum
• Über 1.000 Betriebe im Einsatz (Anbieterangabe)
• Bis zu 12 Stunden Zeitersparnis pro Projekt inkl. hydraulischem Abgleich (Anwenderangabe)
• Förderfähiger Report für KfW-Zuschuss 458 automatisch erstellt
|
Warum das Geschäftsführer betrifft – auch ohne SHK-Betrieb
Wer als Bauträger oder Bestandshalter ein Mehrfamilienhaus energetisch saniert, bezahlt den Berechnungsengpass doppelt: mit Wartezeit und mit überdimensionierten Anlagen, wenn statt der Norm die Faustformel regiert. Eine zu groß ausgelegte Wärmepumpe taktet ineffizient und kostet über Jahre Betriebskosten. Der Anwenderbetrieb Mehner Haustechnik gibt an, mit dem LiDAR-Workflow bis zu 12 Stunden pro Projekt bei Heizlast und hydraulischem Abgleich einzusparen. Der Wettbewerb reagiert bereits: Platzhirsch Hottgenroth hat am 17. Juli 2026 eine eigene LiDAR-Scan-App für die Gebäudeerfassung veröffentlicht – das Rennen um die KI-gestützte Bestandsaufnahme ist eröffnet.
Nicht unumstritten: Auf Trustpilot hält autarc 4 von 5 Sternen bei 72 Bewertungen – einzelne Nutzer bemängeln jedoch Schwächen bei der Erfassung von Dachschrägen und Gauben, also genau den Geometrien, die im Altbau-Bestand Standard sind. Der Anbieter bestätigt die Hinweise öffentlich als Verbesserungspunkte. Für verwinkelte Dachgeschosse bleibt eine manuelle Gegenkontrolle der Raumdaten vorerst Pflicht.
|
Handlungsempfehlung
Für Planungsbüros und SHK-nahe Betriebe: 30-Minuten-Demo buchen und die Berechnung an einem eigenen Bestandsobjekt mit Dachgeschoss testen – dort zeigt sich die tatsächliche Genauigkeit. Für Bauträger und Bestandshalter: Beim nächsten Heizungstausch vom ausführenden Betrieb aktiv eine raumweise Berechnung nach DIN EN 12831 verlangen statt einer überschlägigen Schätzung – sie ist Fördervoraussetzung und schützt vor überdimensionierten Anlagen.
|
👉 Produktseite: KI-Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 👉 30-Minuten-Demo per Videoanruf buchen
Haben Sie Erfahrungen mit diesem oder ähnlichen Tools? Schreiben Sie es in die Kommentare – ich lese jeden Beitrag und greife interessante Praxisberichte in einer der nächsten Ausgaben auf.
|