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KI-Radar Bau & Immobilien
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Ausgabe 51: Wer Bestandsgebäude nur nach Aktenlage kennt, zahlt für jede Besichtigung doppelt
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Ein Anruf vom Mieter, eine fällige Brandschutzprüfung, ein Wasserschaden im dritten Stock – und wieder muss jemand quer durchs Bundesgebiet fahren, nur um vor Ort nachzusehen, was eigentlich längst digital vorliegen sollte. Für Geschäftsführer mit verstreutem Immobilienbestand ist das Alltag: Pläne sind analog, veraltet oder existieren gar nicht mehr in brauchbarer Form.
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Analyse: Digitaler Zwilling für Bestandsgebäude
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Die Münchner BENO Holding AG verwaltet Gewerbeimmobilien an 13 Standorten in Deutschland – Lager-, Logistik- und Produktionsflächen, viele davon aus den 1970er- bis 2000er-Jahren. CEO Michael Bussmann brachte das Grundproblem auf den Punkt: zu viele Vor-Ort-Termine für simple Prüfungen, die Zeit, Geld und Umwelt kosten. Weil die Pläne der Bestandsgebäude oft nur analog oder unvollständig vorliegen, blieb bislang keine Alternative zur persönlichen Begehung.
dTwin, die Cloud-Plattform der Münchner Nemetschek Group, setzt genau hier an. Sie fasst Laserscans, 360°-Panoramafotos, BIM-Modelle und Echtzeitdaten aus IoT-Sensoren in einem begehbaren digitalen Abbild des Gebäudes zusammen – abrufbar per Browser, ohne Vor-Ort-Termin.
Was der digitale Zwilling konkret leistet
BENO ließ zunächst zwei Objekte per Drohne und 3D-Laserscanner erfassen – darunter eine 30.000 m² große Produktionshalle in Spaichingen. Die Punktwolken und Panoramabilder wurden anschließend in dTwin zusammengeführt. Das Ergebnis: Mieterbegehungen, Zustandsprüfungen und die Erstellung von Energieausweisen laufen seither vom Schreibtisch in München aus.
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Was dTwin bietet:
- Zusammenführung von BIM-Modellen, Punktwolken, 360°-Fotos und 2D-Plänen in einem Modell
- Echtzeit-Anbindung von IoT-Sensoren (Energie, Feuchtigkeit, Auslastung)
- Virtuelle Begehungen statt Vor-Ort-Terminen für Mieter, Dienstleister und Behörden
- Offene API-Schnittstellen für CAFM-, ERP- und Gebäudeleittechnik-Systeme
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Kurz erklärt: Was ist ein digitaler Zwilling?
Stellen Sie sich vor, Ihr Gebäude hätte einen Zwilling im Computer – begehbar, mit allen Plänen, Fotos und aktuellen Messwerten hinterlegt. Ändert sich etwas am echten Gebäude (ein Umbau, ein neuer Sensor, ein Wasserschaden), wird der digitale Zwilling mit aktualisiert. So lässt sich der Zustand des Gebäudes jederzeit vom Bildschirm aus prüfen, statt jedes Mal persönlich hinzufahren.
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Die Zahlen aus der Praxis
Allein durch den Wegfall der Vor-Ort-Termine für zwei digitalisierte Objekte spart BENO nach eigenen Berechnungen im Schnitt 288 Arbeitsstunden, mehr als 30.000 Euro an Reisekosten und Spesen, 28.800 Kilometer Fahrstrecke und 5.760 kg CO₂-Emissionen pro Jahr. Bei einem Portfolio von 13 Standorten ist das ein Rechenexempel, das sich für jeden GF mit verstreutem Immobilienbestand selbst nachvollziehen lässt.
Nicht unumstritten: Eine unabhängige Marktanalyse von Apps Run The World zeigt, dass die bislang öffentlich bekannten dTwin-Kunden ausschließlich aus dem Bereich 101 bis 10.000 Mitarbeiter stammen – kleine Betriebe mit bis zu 100 Mitarbeitern tauchen in der erfassten Kundenliste nicht auf. Und auch das BENO-Fallbeispiel selbst zeigt: Vor dem eigentlichen Nutzen steht ein Vorlauf aus Laserscans und Punktwolken-Erfassung, der zunächst Zeit und externe Dienstleister kostet, bevor sich die Ersparnis einstellt. Für ein einzelnes Objekt lohnt sich der Aufwand nur bedingt – die Stärke liegt im Portfolio.
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Handlungsempfehlung: Wenn Sie mehr als ein Bestandsobjekt verwalten und regelmäßig Vor-Ort-Termine für Prüfungen, Vermietungen oder Instandhaltung anfallen: Rechnen Sie den eigenen Reiseaufwand pro Jahr durch – Zeit, Kilometer, Spesen. Liegt der Wert in der Größenordnung des BENO-Beispiels, lohnt sich ein unverbindliches Demo-Gespräch, um die individuelle Preisgestaltung für Ihre Objektgröße zu klären.
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→ Demo-Termin bei dTwin anfragen
→ Vollständiges BENO-Fallbeispiel lesen
Haben Sie Erfahrungen mit diesem oder ähnlichen Tools? Schreiben Sie es in die Kommentare – ich lese jeden Beitrag und greife interessante Praxisberichte in einer der nächsten Ausgaben auf.
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Dachvermessung per Drohne: über 5.000 Handwerksbetriebe setzen auf KI-Auswertung
Das Berliner Start-up Airteam lässt Dächer per Drohne überfliegen und wertet die Bilder per KI zu DIN-konformen 3D-Modellen aus – in der Regel innerhalb von 24 Stunden, ganz ohne CAD-Kenntnisse. Nach Unternehmensangaben nutzen bereits mehr als 5.000 Dachdecker-, Solar- und Bauunternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz die Plattform. Für GFs mit vielen Angebotsvermessungen ein direkter Zeit- und Sicherheitsgewinn, da die riskante Dachbegehung entfällt.
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BG BAU zeigt KI-gestützte Kreissäge gegen Absturzunfälle
Auf der Messe Dach + Holz International 2026 in Köln präsentiert die Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG BAU) unter anderem eine Kreissäge mit KI-gestütztem Sicherheitssystem sowie praxisnahe Lösungen zur Absturzprävention auf Flachdächern. Absturzunfälle zählen weiterhin zu den häufigsten schweren Arbeitsunfällen am Bau – ein Hinweis, dass KI-Assistenz zunehmend auch im Arbeitsschutz ankommt, nicht nur in Planung und Verwaltung.
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Quellen:
Nemetschek dTwin: BENO Case Study
Nemetschek dTwin: Produktseite
Nemetschek dTwin: Pricing-Übersicht
Apps Run The World: Nemetschek dTwin Kundendaten
Airteam: Drohnen-Dachvermessung
buildingnet.de: BG BAU auf der Dach + Holz 2026
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