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KI-Radar Bau & Immobilien
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Ausgabe 50: In 90 Sekunden wissen, ob sich die Sanierung rechnet
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Unsanierte Mehrfamilienhäuser verlieren zunehmend an Wert. EU-Taxonomie, CO2-Bepreisung und steigende Energiepreise sorgen dafür, dass energetisch schlechte Bestände zu sogenannten „Stranded Assets" werden – Immobilien, die sich kaum noch wirtschaftlich vermieten oder verkaufen lassen. Das Problem für die meisten GF [Geschäftsführer] und Bestandshalter: Eine belastbare Kosten- und Renditeeinschätzung für eine Sanierung einzuholen, dauert bislang Wochen und mehrere Angebote. Ein Berliner PropTech will das auf 90 Sekunden verkürzen.
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★ Jubiläumsausgabe ★
Ausgaben seit dem 29. April 2026
Vom ersten Beitrag über chinesische Bau-Robotik bis heute: 50 Mal ein konkretes KI-Tool aus Bau und Immobilien, das DACH-Unternehmen heute schon nutzen können. In der vergangenen Woche erreichte allein der Beitrag zu Ausgabe 46 (Mauerroboter Hadrian X aus Australien) über 64.000 Impressionen auf LinkedIn – der bisher meistgesehene Beitrag überhaupt. Eine Konstante blieb dabei über alle 50 Ausgaben: Der DACH-Raum hinkt internationalen Entwicklungen im Schnitt 2–3 Jahre hinterher – genau diese Lücke will FachKI sichtbar machen.
Und es geht munter weiter: In den nächsten Ausgaben geht es um einen KI-Visualizer für Architekturbüros, einen digitalen Zwilling für den Gebäudebetrieb, ein Analyse-Tool für Standortbewertung – und den ersten großformatig 3D-gedruckten Supermarkt Deutschlands.
Danke an alle, die von Anfang an mitlesen – und an alle, die heute neu dazukommen. 🎉
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FachKI liefert mindestens 3x pro Woche eine KI-Anwendung aus Bau und Immobilien direkt in Ihr Postfach – kostenlos.
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Analyse: Wallround – KI-gestützter Sanierungsrechner
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Für Bestandshalter mit Mehrfamilienhäusern ist die Sanierungsentscheidung oft ein Blindflug: Wie hoch sind die Kosten realistisch? Wann amortisiert sich die Investition? Und welche Förderquote ist tatsächlich drin? Klassisch braucht es dafür mehrere Vor-Ort-Termine und Angebote von unterschiedlichen Gewerken, bevor überhaupt eine erste Zahl auf dem Tisch liegt.
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Das 2024 gegründete Berliner PropTech Wallround setzt genau hier an. Über einen kostenlosen „Asset Scan" gibt der Eigentümer wenige Gebäudedaten ein und erhält laut Anbieter in rund 90 Sekunden eine erste Kostenanalyse, eine ROI-Kalkulation [Return on Investment, Kapitalrendite] und eine CO2-Analyse für sein Objekt. Wallround wirbt damit, dass die Schätzung im Schnitt nur rund 7 % von den finalen Projektkosten abweicht. Anschließend übernimmt Wallround als Generalunternehmer die komplette Umsetzung – Planung, Förderantragsmanagement und Ausführung aus einer Hand, zum Festpreis.
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Was der Asset Scan liefert:
- Kostenanalyse in ca. 90 Sekunden, laut Anbieter ca. 7 % Abweichung von den finalen Kosten
- ROI-Kalkulation: Amortisationszeitpunkt und zu erwartende Rendite
- CO2-Dashboard für die ökologische Wirkung der Maßnahme
- Festpreis-Garantie, ein Vertragspartner für alle Gewerke
- Förderantragsmanagement inklusive (u. a. iSFP [individueller Sanierungsfahrplan])
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Dass die Idee auf Interesse stößt, zeigen die Investoren: Im August 2025 sammelte Wallround eine Seed-Runde über 4,2 Mio. Euro ein, angeführt von den Impact-Investoren Revent und GGF. Vonovia, Europas größter Wohnungsbestandshalter, hat seine Beteiligung dabei weiter aufgestockt. In den bislang veröffentlichten Referenzprojekten in Berlin erreichte Wallround unter anderem eine Verbesserung der Energieklasse von F auf A bei einem 80-prozentigen Wertanstieg des Objekts.
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Kurz erklärt: Was ist ein Asset Scan?
Ein Asset Scan ist ein automatisiertes Analyse-Tool, das anhand von Gebäudedaten (Baujahr, Wohnfläche, Zustand der Bauteile) eine Kostenprognose und Wirtschaftlichkeitsrechnung erstellt – vergleichbar mit einer digitalen Voreinschätzung, die sonst ein Energieberater vor Ort machen würde, nur eben in Minuten statt Wochen und ohne Termin.
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Ein Vorbehalt: Alle bislang von Wallround veröffentlichten Referenzprojekte liegen in Berlin. Das Unternehmen expandiert seit 2025 über ein Systempartner-Modell nach Frankfurt, Hamburg und München – der erste externe Systempartner (ReNeos GmbH, Frankfurt) wurde erst 2025 gewonnen. Für GFs außerhalb Berlins bedeutet das: Die Kostenanalyse per Asset Scan lässt sich bundesweit nutzen, ein abgeschlossener Track Record über mehrere Projekte in der eigenen Region liegt aktuell aber noch nicht vor.
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Handlungsempfehlung:
Nutzen Sie den kostenlosen Asset Scan für ein Referenzobjekt aus Ihrem Bestand und vergleichen Sie das Ergebnis mit einem klassischen Angebot eines regionalen Energieberaters. So lässt sich innerhalb weniger Tage einschätzen, ob die Kostenprognose für Ihre Region belastbar ist – bevor eine größere Sanierungsentscheidung ansteht.
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Haben Sie Erfahrungen mit diesem oder ähnlichen Tools? Schreiben Sie es in die Kommentare – ich lese jeden Beitrag und greife interessante Praxisberichte in einer der nächsten Ausgaben auf.
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Berliner PropTech Fuchs & Eule sammelt 10 Mio. Euro ein
Ein weiteres Berliner PropTech setzt auf KI-gestützte Sanierungsanalysen: Fuchs & Eule hat im Juli 2026 eine Finanzierungsrunde über 10 Mio. Euro abgeschlossen, angeführt vom GET Fund. Das Unternehmen adressiert allerdings vor allem Gewerbeimmobilien-Portfolios institutioneller Investoren: Ein KI-Portfolioscreening identifiziert die Gebäude mit dem größten Sanierungspotenzial, digitale Zwillinge liefern anschließend die Detailanalyse. Nach eigenen Angaben wurden bereits über 10.000 Gebäude auf mehr als fünf Mio. m² analysiert. Für GFs mit größeren Gewerbeportfolios ein Anbieter, den man im Auge behalten sollte.
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Nemetschek-Marke Graphisoft zeigt cloudbasierte KI-Planungsplattform
Auf der digitalBAU 2026 in Köln hat Graphisoft (Teil der Nemetschek Group) mit „Project Aurora" eine cloudnative Entwurfsplattform vorgestellt, die Architekten, Projektentwicklern und Stadtplanern bereits in der Frühphase Standort-, Gebäude- und Nachhaltigkeitsdaten für Machbarkeitsstudien liefert. Die Plattform befindet sich noch in der Entwicklung und ist aktuell nur für eine ausgewählte Testgruppe verfügbar – interessierte Büros können sich auf eine Warteliste eintragen lassen.
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Quellen:
Wallround – Unternehmenswebsite
Wallround Asset Scan (Sanierungsrechner)
Startbase: WALLROUND sammelt 4,2 Mio. Euro Seed ein
Startbase: 10 Millionen Euro für Fuchs & Eule
buildingnet: Graphisoft – KI und vernetzte Planung prägen die Zukunft (digitalBAU 2026)
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