| KI-Radar Bau & Immobilien · Ausgabe 49 |
| Ein Werkzeug für alles: Was ein GF-Assistent können muss, der jeden Tag läuft |
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Architekten schreiben Angebote. Projektentwickler prüfen Verträge. Bauunternehmer beantworten dieselben Kundenfragen zum zehnten Mal. Für all das nutzen viele GFs mittlerweile ChatGPT & Co. – und laden damit Ausschreibungsdaten, Vertragsentwürfe oder Kundendaten auf US-Server. Ein Anbieter aus Oberfranken zeigt, wie dieselbe Chat-Oberfläche auch komplett im eigenen Haus laufen kann.
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FachKI liefert mindestens 3x pro Woche eine konkrete KI-Anwendung aus Bau und Immobilien – kostenlos, ohne Werbeton, mit belegbarem Kritikpunkt pro Ausgabe.
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| ANALYSE: KI·SPEZIAL |
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Jede Anfrage, die ein Mitarbeiter bei ChatGPT eintippt, verlässt das Unternehmen – Richtung USA, ohne Auftragsverarbeitungsvertrag, ohne Kontrolle darüber, was danach mit den Daten passiert. Für ein Architekturbüro, das Bauverträge einfügt, oder einen Bauunternehmer, der Kalkulationen prüfen lässt, ist das ein offenes Compliance-Risiko. Laut Bitkom-Studie „Künstliche Intelligenz in Deutschland 2026" nennen 32 Prozent der Mittelständler besseren Datenschutz als zentrale Voraussetzung für KI-Einsatz – gleichzeitig setzen erst 41 Prozent der deutschen Unternehmen KI überhaupt aktiv ein.
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| Die gleiche Oberfläche, aber im eigenen Haus |
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Die HostSpezial GmbH aus Lichtenfels – seit 2009 IT-Dienstleister, seit 2017 ISO-27001-zertifiziert – bietet unter der Marke ki·spezial einen KI-Server an, der aussieht und sich bedient wie ChatGPT, aber vollständig auf eigener Hardware oder in einem deutschen Rechenzentrum läuft. Kein Konto bei OpenAI, keine Cloud-Anbindung, keine Datenweitergabe. Die Plattform listet Architekten und Immobilien ausdrücklich als Zielbranchen, neben Handwerk, Maschinenbau und Kanzleien.
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Was das System mitbringt:
✓ Vertraute Chat-Oberfläche – funktioniert wie ChatGPT, läuft auf eigenem Server
✓ RAG-Wissensbasis: Verträge, Handbücher und Angebote werden durchsuchbar – mit Quellenangabe
✓ Vorinstallierte offene Modelle: Llama 3.1, Qwen 2.5, Mistral, DeepSeek
✓ Zwei Betriebsmodelle: Managed Hosting im deutschen Rechenzentrum oder Kaufsystem im eigenen Haus
✓ OpenAI-kompatible API für die Anbindung an ERP oder DMS
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Kurz erklärt: Was heißt On-Premise eigentlich?
Ein Sprachmodell durchsucht keine Datenbank mit gespeicherten Antworten – es berechnet aus Milliarden trainierter Werte, wie ein Text sinnvoll weitergeht, ähnlich wie ein Mensch, der aus Erfahrung antwortet statt nachzuschlagen. On-Premise bedeutet: Dieses Modell läuft komplett auf einem Server im eigenen Haus, ganz ohne Verbindung zu OpenAI, Google oder einem anderen Cloud-Anbieter. Ihre Verträge, Kalkulationen und Baupläne werden dabei lokal durchsucht (RAG [Retrieval-Augmented Generation – das Modell zieht passende interne Dokumente automatisch als Kontext heran]) und verlassen nie das Firmennetz.
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| Technische Eckdaten |
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Laut Produktseite arbeitet das System mit bis zu 192 GB VRAM, unterstützt Modelle mit 70 Milliarden Parametern und mehr, und antwortet in unter 2 Sekunden. Der Weg zum produktiven System ist mit vier Schritten angegeben: Beratung (kostenlos), Konfiguration (2–3 Tage), Anbindung per VPN, dann Go-Live inklusive Mitarbeiterschulung.
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Nicht unumstritten: Unabhängige Bewertungen auf Portalen wie G2, Capterra oder OMR Reviews liegen für ki·spezial bisher nicht vor – bei einem regionalen Anbieter mit begrenzter Kundenzahl keine Überraschung, für die eigene Einschätzung aber ein Punkt, den nur Referenzgespräche direkt mit dem Anbieter ausgleichen können. Zudem liegt der bisherige Erfahrungsschwerpunkt laut eigener Darstellung auf Fertigung, Handwerk und Zulieferindustrie in Oberfranken – für Bau und Immobilien ist die Branchenerfahrung vorhanden, aber jünger. Die Preise werden zudem grundsätzlich individuell kalkuliert; ein schneller Kostenvergleich vorab ist damit nicht möglich, ein Festpreis wird aber vor Projektstart garantiert.
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Handlungsempfehlung: Bevor irgendein Mitarbeiter das nächste Angebot oder den nächsten Vertragsentwurf in ChatGPT tippt, lohnt sich die Frage: Welche Daten verlassen bei uns gerade unkontrolliert das Haus? Das Erstgespräch bei ki·spezial ist kostenlos und unverbindlich – ein guter erster Schritt, um das eigene Risiko realistisch einzuschätzen.
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→ Kostenloses Erstgespräch anfragen
→ Technische Details zum KI-System ansehen
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Setzen Sie in Ihrem Unternehmen bereits ein On-Premise-KI-System ein, oder überlegen Sie gerade, ChatGPT & Co. einzuschränken? Schreiben Sie es in die Kommentare – ich lese jeden Beitrag und greife interessante Praxisberichte in einer der nächsten Ausgaben auf.
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| innoGPT: Gleiche Idee, sofort im Browser testbar |
Wer nicht gleich einen eigenen Server anschaffen will, findet mit innoGPT (InnoKI GmbH, Vechta) eine Cloud-Variante desselben Prinzips: DSGVO-konformes Hosting in Deutschland, eigene KI-Assistenten auf Basis interner Dokumente, Integration in SharePoint und Teams. Der Unterschied zu ki·spezial: Die Daten liegen nicht im eigenen Haus, sondern bei einem deutschen Cloud-Anbieter – für viele GFs bereits ausreichend, für Unternehmen mit strengster Geheimhaltungspflicht aber nicht gleichwertig zu einer echten On-Premise-Lösung. Einstieg über eine 7-tägige kostenlose Testphase, danach individuelle Enterprise-Preise.
→ innogpt.de
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| Ollama: 65 Millionen Dollar für die Technik dahinter |
Am 9. Juli 2026 hat Ollama – die Open-Source-Software, mit der sich KI-Modelle lokal auf einem Rechner betreiben lassen – eine Series-B-Finanzierung über 65 Millionen US-Dollar bekannt gegeben, angeführt von Theory Ventures mit Beteiligung von Benchmark. Damit steigt die Gesamtfinanzierung auf 88 Millionen Dollar; das Tool zählt inzwischen 8,9 Millionen monatliche Nutzer und 176.000 GitHub-Sterne. Für GFs ohne eigene IT-Abteilung ist Ollama trotzdem kein Werkzeug zum sofortigen Einsatz: Es läuft über die Kommandozeile und liefert von Haus aus keine fertige Anbindung an Dokumente oder Verträge. Wer eine IT-Abteilung hat, findet hier die kostenlose Basis, auf der Anbieter wie ki·spezial ihre fertigen Systeme aufbauen.
→ Bericht bei TechCrunch
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KI-Radar Bau & Immobilien – ein Newsletter von FachKI
Günther Prell, Hochvogelweg 5, 84034 Landshut
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