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Bildquelle: Screenshot assetfy.com

KI-Radar Bau & Immobilien – Ausgabe 45
KI-Radar Bau & Immobilien
Ausgabe 45: Standortprüfung ohne Geoportal-Hopping
Wer als Bauträger, Projektentwickler oder Investor ein Grundstück prüft, kennt das Ritual: Flurkarte aus dem Landesgeoportal, Bodenrichtwert aus dem Gutachterausschuss-Portal, Bebauungsplan von der Stadtverwaltung, Marktdaten aus den einschlägigen Immobilienportalen – vier bis fünf Systeme, vier bis fünf Logins, kein gemeinsamer Kartenausschnitt. In dieser Ausgabe: ein deutsches Tool, das genau diese Fragmentierung auflöst.
FachKI liefert mindestens 3x pro Woche eine konkrete KI-Anwendung für Bau und Immobilien – kuratiert, geprüft, ohne Werbeton. Kostenlos.
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Analyse: Assetfy

Eine erste Standortprüfung für ein einzelnes Flurstück zieht sich in der Praxis oft über mehrere Systeme: das amtliche Liegenschaftskataster (ALKIS) [Amtliches Liegenschaftskatasterinformationssystem] liegt bei jedem der 16 Bundesländer separat vor, Bodenrichtwerte kommen von den Gutachterausschüssen, Bebauungspläne von der jeweiligen Kommune, aktuelle Marktangebote aus verstreuten Immobilienportalen. Wer als Projektentwickler oder Investor mehrere Objekte gleichzeitig prüft, verliert dabei vor allem eines: Zeit, die eigentlich in die Bewertung selbst gehört.

Genau hier setzt Assetfy an, eine kartenbasierte SaaS-Anwendung [Software as a Service] des Berliner Anbieters 11unicorns unter Daniel Sippel. Das Tool bündelt Flurkarten, Bodenrichtwerte, Bebauungspläne, Flächennutzungspläne und eine bundesweite Preis-Heatmap auf einer gemeinsamen interaktiven Karte. Wer auf ein Flurstück oder ein Marktangebot klickt, bekommt automatisch den passenden Datenkontext dazu – ohne Portalwechsel.

Was das Tool konkret liefert

✓ Amtliche Flurkarten (ALKIS) in 16 Bundesländern, ergänzt um Bodenrichtwerte, Bebauungspläne und Flächennutzungspläne auf einer Karte
✓ KI-Analyse: aus einem Flurstück oder Marktangebot entsteht in rund 60 Sekunden ein PDF-Bericht zu Rendite, Lage, Marktvergleich und Risiken
✓ Kataster-Monitoring erkennt Flurstücksteilungen und -zusammenlegungen in Echtzeit als Frühindikator für Off-Market-Chancen
✓ Bundesweite Preis-Heatmap für Wohnungen, Häuser, Grundstücke und Gewerbe, PLZ-genau

Praxis-Ergebnisse

Laut Anbieterangaben lässt sich eine erste Immobilienanalyse in rund 10 Minuten vorbereiten, der anschließende KI-Bericht steht nach rund 60 Sekunden bereit. Zwei Referenzkunden – ein Immobilienbüro aus Rangsdorf und ein Unternehmen aus Ludwigsau – bestätigen in ihren veröffentlichten Rückmeldungen, dass sich die Bewertung dadurch spürbar beschleunigt und die tägliche Entscheidungssicherheit steigt.

Nicht unumstritten: Für Bayern läuft die Datenanbindung technisch anders als in den übrigen 15 Bundesländern. Statt der vollen ALKIS-Anbindung arbeitet Assetfy dort laut eigener Produktseite mit einer WMS-Parzellarkarte [Web Map Service, ein Kartendienst-Standard] in Kombination mit Gebäudedaten, Bodenrichtwerten und Marktdaten. Wer überwiegend in Bayern aktiv ist, sollte vor dem Einsatz prüfen, ob der Funktionsumfang dort dem der übrigen Bundesländer entspricht. Auf unabhängigen Bewertungsplattformen wie G2, Capterra oder OMR Reviews liegen für Assetfy bislang keine Nutzerbewertungen vor – das Produkt ist dafür noch zu jung am Markt.

Handlungsempfehlung: Wenn Standortprüfung, Akquise oder Due-Diligence-Vorbereitung bei Ihnen regelmäßig mehrere Geoportale und Excel-Tabellen erfordern, lohnt sich ein Blick auf ein konkretes Flurstück in Ihrem aktuellen Suchgebiet: Wie viele Systeme müssten Sie sonst dafür öffnen – und was würde eine gebündelte Karte an Zeit sparen?

→ Zur Produktübersicht  |  → Karte direkt öffnen

Haben Sie Erfahrungen mit diesem oder ähnlichen Tools? Schreiben Sie es in die Kommentare – ich lese jeden Beitrag und greife interessante Praxisberichte in einer der nächsten Ausgaben auf.

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Seit dem 1. Juli 2026 gilt das Vergabebeschleunigungsgesetz: Direktvergaben sind bis 50.000 Euro netto statt bisher 15.000 Euro möglich, der Eignungsnachweis läuft zunächst über eine formlose Eigenerklärung statt vollständiger Unterlagen. Für Bauunternehmen und Ingenieurbüros, die öffentliche Aufträge bearbeiten, verschiebt sich damit der Aufwand: weniger Papierkrieg pro Angebot, dafür mehr Bedarf, passende Ausschreibungen schnell zu finden. Der Frankfurter Anbieter BAU AI hat dafür mit "Clara" einen KI-Agenten [Software, die Aufgaben eigenständig ausführt] im Angebot, der laufend über 300 deutsche Vergabeportale nach passenden Verfahren durchsucht.

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Quellen

assetfy.com/produkt
assetfy.com
bauai.eu – Vergabebeschleunigungsgesetz 2026
buildingnet.de – Graphisoft auf der digitalBAU 2026

KI-Radar Bau & Immobilien ist ein Produkt von FachKI · Günther Prell · Hochvogelweg 5 · 84034 Landshut · [email protected]

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